Stromkosten-Rechner für Ihre Wärmepumpe in Herzberg (Elster)
Kurz gesagt: Der Stromkosten-Rechner zeigt nur einen Teil Ihrer Stromkosten, nämlich das Netzentgelt nach dem MITNETZ-Preisblatt 2026 für Ihren ganzen Hausanschluss: ohne § 14a, mit Modul 1, Modul 2 und Modul 1 plus 3. Den Strompreis Ihres Lieferanten und weitere Kosten rechnet er nicht mit.
Stand: · Alle Angaben mit Quellen

Wichtig: Das Ergebnis ist nicht Ihre ganze Stromrechnung. Der Rechner zeigt nur das Netzentgelt von MITNETZ, brutto mit 19 % Umsatzsteuer. Nicht enthalten sind der Energiepreis Ihres Lieferanten, der Messstellenbetrieb (also die Zähler), Umlagen, die Konzessionsabgabe und weitere Steuern.
So benutzen Sie den Stromkosten-Rechner
- Stromverbrauch der Wärmepumpe in kWh pro Jahr eintragen. Haben Sie noch keine Wärmepumpe, nehmen Sie den Wert aus dem Angebot Ihres Fachbetriebs.
- Übrigen Haushaltsstrom am selben Anschluss in kWh pro Jahr eintragen. Voreingestellt sind 3.500 kWh. Diesen Wert nutzt auch MITNETZ als Rechenbeispiel im Preisblatt.[5]
- Nur für Modul 1 plus 3: Schätzen Sie, welcher Anteil Ihres gesamten Jahresverbrauchs (Haushalt und Wärmepumpe) in die Niedriglast- und in die Hochlast-Zeiten fällt. Voreingestellt ist bei beiden 0 %.
So rechnet der Stromkosten-Rechner
Alle Preise stammen aus dem MITNETZ-Preisblatt, gültig ab 01.01.2026, brutto.[5] „Gesamtverbrauch“ heißt: Haushaltsstrom plus Wärmepumpenstrom.
| Variante | So wird gerechnet |
|---|---|
| Ohne § 14a | 86,87 € Grundpreis + Gesamtverbrauch × 7,51 ct |
| Modul 1 | 86,87 € + Gesamtverbrauch × 7,51 ct − 136,31 €, aber nie unter 0 € |
| Modul 2 | Haushaltszähler: 86,87 € + Haushaltsstrom × 7,51 ct. Dazu Wärmepumpenzähler: Wärmepumpenstrom × 3,00 ct, ohne Grundpreis |
| Modul 1 + 3 | wie Modul 1, aber statt 7,51 ct ein gemischter Preis aus den drei Zeitstufen, nie unter 0 € |
Was dahintersteckt:
- Modul 1: Die Pauschale von 136,31 € im Jahr gilt laut Preisblatt für die ganze Entnahmestelle. Das Netzentgelt dort darf dadurch nicht unter 0 € fallen.[5] Der Rechner zieht die Pauschale deshalb vom Netzentgelt für Haushalt und Wärmepumpe zusammen ab.
- Modul 2: Die Wärmepumpe braucht dafür einen eigenen Zähler. Für diesen Zähler nennt das Preisblatt nur einen Arbeitspreis von 3,00 ct, keinen Grundpreis. Der Haushaltszähler zahlt weiter den normalen Grund- und Arbeitspreis.[5] Das Entgelt für den Messstellenbetrieb des zweiten Zählers ist im Ergebnis nicht enthalten.
- Modul 1 + 3: Modul 3 gibt es nur zusätzlich zu Modul 1 und nur mit intelligentem Messsystem.[5] Der Rechner mischt die drei Preise nach Ihren Anteilen: Niedriglast-Anteil × 0,82 ct + Hochlast-Anteil × 15,02 ct + übriger Anteil × 7,51 ct. Annahme von uns: Diese Zeitpreise gelten für den ganzen Verbrauch an der Entnahmestelle. Die Anteile sind Ihre eigene Schätzung.
Die Zeiten für Modul 3 laut Preisblatt, an allen Tagen:[5]
| Zeitraum | Niedriglast (0,82 ct) | Standard (7,51 ct) | Hochlast (15,02 ct) |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal (01.01.–31.03.) und 4. Quartal (01.10.–31.12.) | 00:00–03:00 und 19:00–00:00 Uhr | 03:00–08:00 und 12:00–17:00 Uhr | 08:00–12:00 und 17:00–19:00 Uhr |
| 2. Quartal (01.04.–30.06.) und 3. Quartal (01.07.–30.09.) | – | ganztags 00:00–00:00 Uhr | – |
Strom aus April bis September zählt also immer zum Standardpreis. Die Module erklärt die Seite § 14a bei MITNETZ.
Zwei Rechenbeispiele
Gerundet auf volle Euro, Preise 2026, Anteile für Modul 3 jeweils 0 % (Voreinstellung). Deshalb ist Modul 1 + 3 hier gleich Modul 1.
| Verbrauch | Ohne § 14a | Modul 1 | Modul 2 | Modul 1 + 3 |
|---|---|---|---|---|
| Wärmepumpe 1.000 kWh, kein Haushaltsstrom | 162 € | 26 € | 117 € | 26 € |
| Wärmepumpe 5.000 kWh + Haushalt 3.500 kWh | 725 € | 589 € | 500 € | 589 € |
So kommt das zweite Beispiel zustande: 86,87 € + 8.500 kWh × 7,51 ct = 725,22 €. Mit Modul 1 sind es 136,31 € weniger, also 588,91 €. Mit Modul 2: 86,87 € + 3.500 kWh × 7,51 ct + 5.000 kWh × 3,00 ct = 499,72 €, ohne Messentgelt für den zweiten Zähler.
Was der Stromkosten-Rechner nicht kann
- Er rechnet nur das Netzentgelt. Energiepreis des Lieferanten, Messstellenbetrieb, Umlagen, Konzessionsabgabe und weitere Steuern kommen dazu. Darauf weist auch das Preisblatt hin.[5]
- Kosten für einen zweiten Zähler bei Modul 2 sind nicht enthalten. Für ein intelligentes Messsystem an einer steuerbaren Anlage nennt die enviaM-Grundversorgung zum Beispiel 50,00 € im Jahr (Preisblatt enviaM 2026[25]).
- Er rechnet mit den Preisen 2026. Für 2027 hat MITNETZ vorläufig niedrigere Werte veröffentlicht, siehe § 14a bei MITNETZ.
- Er gilt nur im Netz von MITNETZ. In der Stadt Finsterwalde gelten die Preise der Stadtwerke Finsterwalde, siehe Finsterwalde.
- Er sagt nichts über den Verbrauch Ihres Hauses. Der hängt von Heizlast, Dämmung und Vorlauftemperatur ab. Einen allgemeinen Kostenrechner finden Sie im Wärmepumpen-Rechner des Leitfadens.
Den gesamten Strompreis für Ihre Wärmepumpe in der Grundversorgung zeigt die Seite enviaM-Wärmepumpenstrom mit einer Beispielrechnung.
Häufige Fragen
Welchen Verbrauch soll ich eintragen?
Bei der Wärmepumpe nur deren Verbrauch. Er steht oft im Angebot oder in der Jahresabrechnung des Wärmepumpenzählers. Beim Haushaltsstrom den übrigen Verbrauch am selben Hausanschluss, zum Beispiel aus Ihrer letzten Stromrechnung.
Warum ist bei Modul 1 manchmal 0 € angegeben?
Weil die Pauschale von 136,31 € das Netzentgelt der Entnahmestelle nicht unter null drücken darf.[5] Das passiert nur bei sehr kleinem Gesamtverbrauch.
Warum ist Modul 1 + 3 genauso teuer wie Modul 1?
Weil die Anteile für Niedrig- und Hochlast auf 0 % stehen. Dann rechnet der Rechner überall mit dem Standardpreis von 7,51 ct. Tragen Sie Ihre geschätzten Anteile ein.
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